Die Weite der winterlichen Landschaft, glitzernde Seen und das Leuchten der Polarlichter am Himmel: Eine Reise nach Finnisch– und Schwedisch Lappland ist immer etwas Besonderes. Neben der eindrucksvollen Natur spielen vor allem die besonderen Unterkünfte eine große Rolle. Dieser Artikel stellt die beliebtesten Unterkunftstypen vor, die eine Reise nach Lappland besonders machen.
Eishotels: Übernachten im Schnee und Eis

Ein Eishotel ist nicht nur eine außergewöhnliche Unterkunft, sondern ein Kunstwerk aus Eis, das jedes Jahr neu entsteht. Sobald die Temperaturen fallen, beginnt der Bau aus tonnenweisem Schnee und Eis. Dabei werden Wände, Möbel und Gläser an der Bar vollständig aus gefrorenem Wasser gefertigt.
Bei einem Aufenthalt im Eishotel müssen sich Gäste auf eine Temperatur von -5°C und -8°C einstellen. Geschlafen wird in Thermo-Schlafsäcken und auf Rentierfellen, die für Wärme sorgen. Zu fast jedem Eishotel gehört aber auch ein Warmbereich. Beheizte Zimmer, Restaurants mit regionaler Küche und Saunen bietet das Kontrastprogramm zu der Nacht im Eis. In Jukkaskjärvi befindet sich beispielsweise das erste und wohl bekannteste Eishotel „ICEHOTEL„. Jedes Jahr gestalten Künstler aus aller Welt neue Suiten, Installationen und Skulpturen.
Glasiglus: Nordlichter aus dem warmen Bett

Eine Übernachtung im Glasiglu gilt für viele als der Inbegriff eines romantischen Wintererlebnisses. Die weitläufigen Schneelandschaften Lapplands, der klare Himmel und die Chance Polarlichter zu sehen, entfalten in diesen Unterkünften eine ganz besondere Wirkung. Während es draußen ziemlich kalt werden kann, liegt man im beheizten Zimmer und blickt durch das transparente Dach direkt in den Sternenhimmel.
Glasiglus sind modern, komfortabel und darauf ausgelegt, die Natur direkt ins Zimmer zu holen. Das komplett verglaste und beheizte Dach bietet beste Sicht auf den Winterhimmel und mit etwas Glück sogar auf die Nordlichter.
Im Arctic Snow Hotel in Rovaniemi oder im Northern Lights Village können Sie zum Beispiel bei einem Kurztrip eine Nacht unter den Polarlichtern verbringen. Die beste Jahreszeit dafür ist zwischen September und April, da in der Zeit die Nächte lang und es dunkel genug ist, um Polarlichter zu sehen. Der Herbst lockt insbesondere mit einem klaren Himmel und den ersten Nordlichtern. Im Winter ist eine Nacht im Glasiglu auf Grund der verschneiten Landschaft besonders romantisch. Im Frühling ist die Wetterlage meist stabil und die Nächte wieder klarer.
Baumhaushotel: Urlaub inmitten der Stille

Wer lieber zwischen den Baumwipfeln schläft, findet in Lappland Baumhaushotels, die die Natur, Design und Abgeschiedenheit verbinden. Ob im Sommer oder im Winter, Sie schlafen direkt in der Natur, umgeben von Kiefern und unberührten Wäldern. Dabei fühlen sich die Baumhäuser wie kleine Rückzugsorte an. Bei der Einrichtung wird häufig auf Materialien wie Holz zurückgegriffen, um die Atmosphäre gemütlich zu gestalten. Im Treehotel, welches zu den bekanntesten Baumhaushotels zählt, wurde jedes Haus von einem internationalen Architekten entworfen, die sich in die Natur einfügen. In der Granö Beckasin Lodge können Sie in den sogenannten „Vogelnestern“ ihren Urlaub eingebettet im Wald genießen. Sie haben nicht nur einen Blick auf die umstehenden Bäume, sondern auch auf die Flusslandschaft.
Ob im Eishotel, Glasiglu oder Baumhaus – besondere Unterkünfte machen eine Lapplandreise einzigartig. Sie schaffen vor allem besondere Erinnerungen. Wer den Norden intensiv erleben möchte, findet hier außergewöhnliche Möglichkeiten, die Reise zu einem echten Erlebnis zu machen.


