Polarlicht bei Kiruna
Kiruna ist die nördlichste Stadt in Schweden.
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Schweden: Kiruna - Eine Stadt zieht um

Kurzbeschreibung

Seine Gründung verdankt Kiruna einem der reichsten Eisenerzvorkommen der Welt. Um 1900 begann die Grubengesellschaft LKAB mit dem oberirdischen Abbau am Berg Kirunavaara, der so seine heutige ­Terrassenform erhielt. Gleichzeitig entstand Kiruna als eine an das spezielle Klima angepasste Modellstadt nach den Plänen des ersten Grubendirektors Hjalmar Lundbohm. So ließ er z.B. den Straßenverlauf genau dem Geländeverlauf folgen, um einfallende Winde abzumildern.

Kurzinfo

Kiruna ist die nördlichste Stadt in Schweden.
Heute wird das hochwertige Eisenerz nur noch unterirdisch bis in eine Tiefe von 1.200 m abgebaut, so dass mehr Straßen unter der Stadt als durch sie hindurch verlaufen. Auf einer Bustour kann man in die 500 m unter Tage liegende InfoMine der LKAB hinabfahren und erfährt in einer „Schau­grube“ wie der moderne Erzabbau funktioniert und im ­Grubenmuseum wie es früher zuging. Viele Bauten, die heute das Stadtbild prägen, wurden von der ­Minengesellschaft gestiftet. So auch die in ihrer Form einem Samizelt nachempfundene Holzkirche, die im Inneren u.a. mit einem Altarbild des schwedischen (Maler-)Prinzen Eugen ausgeschmückt ist. Auch der 12 m hohe stählerne Norrsken-Obelisk, dessen Innenbeleuchtung wie das Nordlicht in ihrer Intensität variiert, wurde von der Gesellschaft gestiftet. Mit fast 100%-iger Sicherheit erlebt man in Kiruna das ­Nordlicht auch in Natura, da die Stadt genau auf dem Breitengrad liegt, auf dem das Nordlicht am häufigsten und gewöhnlich auftritt.

Den wohl größten Umzug Europas werden sie in den nächsten Jahren in Kiruna erleben können. Rund 3.000 Wohnungen werden um ca. 3 km nach Osten verlegt, weil die LKAB die Grubentätigkeiten ausweiten wird.
Ausflugsziele
Ausflugsziele, die in der Umgebung liegen, sind das Weltraum-For­schungszentrum in Esrange oder die (zivile) Satelliten-­Station in Salmijärvi. Wer Ende Januar in ­Kiruna ist, sollte sich Europas größtes Eisskulpturen-Festival nicht entgehen lassen.