Hotel Luostotunturi - gut geeignet zur Polarlichtbeobachtung

Gut zu wissen: Gebirgstour

Kurzbeschreibung

Touren im baumlosen Gebirge bedingen höhere Anforderungen an die Teilnehmer als Touren in den Wäldern Lapplands. Dennoch ist diese Gebirgstour auch von Hundeschlittenanfängern zu bewältigen.
Wir empfehlen Ihnen, die nachfolgende Beschreibung genau durchzulesen und dann ehrlich für sich zu entscheiden, ob diese Art von Tour für Sie geeignet ist. Wir wollen Sie offen darüber informieren, welche Situationen auf Sie zukommen könnten. Stimmt die Selbsteinschätzung zu Ihrer Fitness und Ihre Einstellung zu nichtalltäglichen Situationen, so garantieren wir ihnen ein unvergessliches Erlebnis der Extraklasse, wo sie noch lange von zehren werden.
Es gibt drei wesentliche Themen, welche bei Hundeschlittentouren im Gebirge von Ihnen beachtet werden müssen:
- Wetterbedingungen
- Körperliche Anforderung
- Team-Gedanke

Wetterbedingungen
Die Wetterbedingungen (Niederschlagmenge, Temperatur, Wind, Sicht) im baumlosen Gebirge sind bei stabiler Wetterlage kaum von jenen im tiefer gelegenen Waldgebiet zu unterscheiden. Stabile Wetterlagen herrschen oft im März und April vor, weshalb wir diese Touren nicht vor Ende März anbieten.
Befinden wir uns aber in einer instabilen Wetterlage so können sich die Bedingung sehr schnell verändern. Konkret kann das bedeuten: viel Schnee (>30cm in wenigen Stunden), stürmische böige Winde, Temperaturstürze von -1°C auf -30°C, schlechte Sicht von einer Stunde zur anderen. Dafür kann sich schlechtes Wetter genauso schnell wie es aufgezogen ist auch wieder verziehen.
Sehr schlechte Wetterbedingungen können uns zum Abwarten in einer Hütte, im schlimmsten Fall zur Umkehr oder zu einer Übernachtung im Zelt zwingen; dafür führen wir stets die notwendige Ausrüstung mit. Meist bedeutet schlechtes Wetter aber, dass wir den Hunden vermehrt helfen müssen, indem wir neben dem Schlitten hergehen, um das Gewicht des Schlittens zu verringern. Schlechte Sicht bedeutet meist, dass wir uns in einer "grauen Suppe" fortbewegen und kein überwältigendes Panorama genießen können.
Die Anzahl Stunden auf resp. am Schlitten wird bei schlechtem Wetter größer.
Körperliche Anforderung
Eine Hundeschlittentour im Gebirge bedeutet, dass wir mehr Höhenmeter als auf einer Tour im Waldgebiet bewältigen müssen. Das bedeutet, dass es mehr rauf und runter geht. Meist sind die Anstiege kurz und steil, so dass wir den Hunden helfen indem wir die Schlitten von unserem Gewicht entlasten und nebenher gehen. Bei Abfahrten ist die Kontrolle über den Schlitten sehr wichtig. Ein guter Gleichgewichtsinn ist notwendig, um mit einem Fuß auf der Bremse zu stehen und mit dem anderen auf der Kufe. Bei sehr steilen Abfahrten spannen wir einen Teil der Hunde aus, um langsam und sicher bergab zu fahren. Steile Abfahrten sind aber selten.
Die Tage auf dem Hundeschlitten können lang und ermüdend sein. Dennoch erwarten wir Mithilfe bei der Versorgung und dem Ein- und Ausspannen der Hunde. Die Hunde lassen sich aber gerne helfen und sie sind keine störrischen Esel. Zur Not hilft ihnen der Guide.
Das Thermometer kann schon mal unter -30°C fallen, aber die von uns zur Verfügung gestellte Kleidung, zusammen mit Ihrer persönlichen Ausrüstung, lässt sie nicht kalt werden. Lang anhaltende Kälteperioden sind ab März nicht mehr zu erwarten.
Alles in allem sind Sie bereit und fit die körperlichen Strapazen zu bewältigen. Sie müssen kein Spitzenathlet sein, aber sie sollten regelmäßig Sport treiben und ein positiv denkender Mensch sein.
Team-Gedanke
Wir werden in einer Gruppe von max. 5 Personen unterwegs sein. Wir teilen uns anfallende Arbeiten, wie z.B. Feuer machen, Kochen, Abwasch, Hunde füttern und säubern etc. möglichst auf. Am Abend leben wir in den Hütten auf engem Raum mit wenig Komfort zusammen. Dies erfordert Toleranz und Respekt gegenüber den Bedürfnissen anderer im Team. Die eigenen Bedürfnisse dürfen aber keines Falls zu kurz kommen und sollen kommuniziert werden.
Sie müssen sich zudem bewusst sein, dass ein Abbruch der Tour im Fjäll stets möglich ist, aber dies mit sehr großem Aufwand verbunden ist. Der Guide wahrt die Interessen der Gruppe und versucht ein positives unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen, aber entscheidet in kritischen Situationen immer zu Gunsten der Sicherheit von Mensch und Tier.
Sie sind ein Teamplayer und versuchen mit Ihren Fähigkeiten dazu beizutragen, dass die Fjälltour zum unvergesslichen Abenteuer wird.

Herzlich willkommen.